Welt-Pankreaskrebstag

13. Welt-Pankreaskrebstag 2026

Der Welt-Pankreaskrebstag am 19.11.2026 setzt ein wich­tiges Signal in 39 Ländern auf 6 Kontinenten

Motto 2026: Früherkennung – zielgerichtete Therapie – Immuntherapie

Die Welt erstrahlt wieder einmal in Lila, die Welt schaut hin und wir schauen nicht weg!

In diesem Jahr wird der Welt-Pankreaskrebstag zum 13. Mal begangen. Nach wie vor engagiere ich mich für diesen Tag und setze damit ein Zeichen, auch wenn ich es jetzt als TEB – Katharina Stang tue.

Bauchspeicheldrüsenkrebs war 2013 nur wenig beachtet, stand im Abseits. Ca. 40 Jahre gab es keinen nennens­wer­ten medizi­nischen Fortschritt. Doch das hat sich geändert: Therapien und Behand­lungen wurden ver­bessert, die Forschung kam in Bewegung, die Über­lebens­zeit hat sich deutlich erhöht. Betroffene und ihre Ange­hörigen können dadurch neue Hoffnung und Kraft schöpfen. Neue Studien, Behandlungen, Therapien wecken Mut und Zuversicht. Das ist eine positive Entwicklung!

Zielgerichtete Therapie: Kras-hemmende Medikamente

Heute weiß man, dass 90 % von Bauchspeicheldrüsenkrebs Betroffene eine Mutation des Kras-Gens haben, die lange als unbe­handelbar galt. Jetzt gibt es erste Wirkstoffe. Diese wirken ziel­gerichtet auf die Krebs­zellen, nicht auf gesunde Körperzellen.

  • Daraxonrasib: In einer Phase 3-Studie mit 500 Betroffenen hat die Tablette, die täglich einge­nommen wird, das Gesamt­überleben von 6,7 auf 13,2 Monate fast verdoppelt. Im Vergleich zur Chemo wurde das Sterberisiko um 60 % gesenkt. Die US-Zulassung ist erfolgt, die EU-Zulassung wurde beschleunigt und wird voraussichtlich in wenigen Monaten erfolgen. Link zur Rheinische Post: Neue Therapie gegen tödliche Krebsform - Was bringt sie?
  • Zoldanrasib: Zeigt bei der häufigsten Unterform KRAS G12D eine deutliche Ansprechrate und einen Rück­gang von Tumor-DNA im Blut.
  • Elraglusib (GSK-3-beta Blocker) in Kombination mit Chemo: Eine Phase 2-Studie hat gezeigt, dass doppelt so viele Betroffene (44 % gegen 22 %) verglichen mit denjenigen, die nur mit Chemo behandelt wurden, nach einem Jahr noch lebten. Das Sterberisiko wurde auf 38 % gesenkt.

Personalisierter mRNA-Impfstoff „Autogene Cevumeran“

Aus eigenem Tumorgewebe, das bei der Operation ent­nommen wird, stellt man einen Impf­stoff her. In einer Phase 1-Studie hatten 8 von 16 Betroffenen eine starke, über Jahre anhaltende T-Zell Antwort, die das Rückfallrisiko senkt.

https://infusionsportal.de/fachwissen/mrna-krebsimpfstoffe-personalisiert-studienlage

Bluttest zur Früherkennung

Auf dem Kongress Viszeralmedizin 2026 wurde eine Studie mit 1.785 Teilnehmern vorgestellt, die zeigt, dass mit Hilfe einer Kombi­nation aus 10 microRNAs und dem Tumor­marker CA 19/9 Bauch­speichel­drüsen­krebs schon im Früh­stadium mit hoher Genauigkeit nachge­wiesen werden kann.

https://www.journalonko.de/gastrointestinale-tumoren/pankreaskarzinom/neuer-bluttest-frueherkennung

Gentechnisch veränderte Immunzellen: Anti-CD318-CAR-T-Zelltherapie (Studie „ResCPa“)

In den Unikliniken Tübingen, Heidelberg und Freiburg wurde 2026 erstmals eine klinische Studie mit speziell gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs gerichteten CAR-T-Zellen gestartet.

https://www.dekade-gegen-krebs.de/de/wir-ueber-uns/aktuelles-aus-der-dekade/_documents/ResCPa.html

Auch wenn wir noch längst nicht am Ziel sind, Bauch­speichel­drüsen­krebs heilen zu können, hat sich gerade 2026 sehr viel getan.

Aus Erfahrung weiß ich, dass nicht jede Studie, jedes neue Medika­ment, jede neue Therapie am Ende den durch­schlagenden Erfolg bringt. Aber „wer nichts wagt, der nichts gewinnt“. Vertrauen wir darauf, dass die Ärzte, die Medizin, die Forschung und auch die Erfah­rungen der vielen Betroffenen uns einen neuen Weg aufzeigen und dass Bauch­speichel­drüsenkrebs in der Zukunft Chancen auf Heilung hat.

Die Gründung des Welt-Pankreaskrebstages, die vielfäl­tigen Aktionen weltweit, die von der Deutschen Krebs­hilfe großzügig geförderte Forschungs­allianz sowie der Mut unserer Ärzte, neue Wege zu gehen, tragen dazu bei, dass wir Licht am Horizont sehen.

Mein großer Wunsch ist, dass Bauchspeicheldrüsenkrebs seine jetzige Aggressivität verliert und wir alle auf eine bessere Zeit hoffen können.

Katharina Stang


Videogruß zum 9. Welt-Pankreastag

Helios Pankreaszentrum Dachau


Leben mit Bauchspeicheldrüsenkrebs

Behandlung - Therapie - Lebensqualität

Von der Idee zum Welt-Pankreaskrebstag
(Pankreaskrebs = Bauchspeicheldrüsenkrebs)

2013 trafen sich Vertreter verschiedener Organisationen, darunter auch wir von TEB e. V. Selbsthilfe, in Genf, um gemeinsam einen Weg zu finden, die Öffent­lichkeit für die Erkrankung zu sensibilisieren. Übereinstimmend kamen wir zu der Über­zeugung, dass ein besonderer Tag ins Leben gerufen werden muss.

Es wurde ein internationaler Arbeitskreis gegründet, der sogleich den Welt-Pankreaskrebstag (WPCD – World Pancreatic Cancer Day) ins Leben rief, der erstmals am 13. November 2014 stattfand, auch bei uns in Deutschland.

Heute setzen sich weltweit 90 Organisationen aus über 35 Ländern und 6 Kontinenten ein und fordern, dass man Bauchspeicheldrüsenkrebs schneller erkennt, behandelt und intensiver nach neuen Therapieansätzen forscht.

Was wollen wir mit dem Welt-Pankreaskrebstag erreichen?

Bauchspeicheldrüsenkrebs, auch Pankreaskrebs genannt, sollte nicht länger im Abseits stehen. Mit der Umsetzung unserer Idee des Welt-Pankreaskrebstages wollen wir aufklären, sensibilisieren und informieren, um die für Bauch­speichel­drüsen­krebs notwendige Aufmerk­samkeit in der breiten Öffent­lichkeit zu erreichen.

Wir wollen, können und dürfen uns nicht damit abfinden, dass diese Erkrankung immer noch nicht heilbar ist.

Wir wissen, dass es eines breiten Bewusstseins in unserer Gesell­schaft über diese Krank­heit und ihren Verlauf bedarf, um Fortschritte in der Wissen­schaft und im klinischen Alltag zu bewirken.

Wir brauchen die weltweite Unterstützung und Aufmerk­samkeit von allen, die sich für das Thema Bauch­speichel­drüsen­krebs stark machen und uns im Kampf gegen eine der schlimmsten und aggressiv­sten Krebsarten unterstützen.

Auszeichnung von der World Pancreatic Cancer Coalition

Für ihr außergewöhnliches Engage­ment bei der Verbreitung des Bewusst­seins für Bauch­speicheld­rüsenkrebs wurde Frau Katharina Stang von der World Pancreatic Cancer Coalition geehrt.

Besonders hervorgehoben wurde ihr außer­gewöhn­liches Engage­ment im Rahmen ihrer ehren­amt­lichen Tätigkeit.

Frau Stang war als Gründungsmitglied maßgeblich daran beteiligt, dass der Welt-Pankreas­krebstag seit seiner Gründung im Jahr 2013 bis heute zu dem wurde, was er heute ist: Ein besonderer Tag, der aufmerksam macht, die Öffentlichkeit sensi­bilisiert und den Erkrankten Mut und Hoffnung vermittelt.


Persönliche Worte von Katharina Stang
"Von ganzem Herzen bedanke ich mich für diese Auszeichnung und freue mich, dass meine anfängliche Idee, einen Tag für diese schwere Krebsart zu etablieren, weiterhin Bestand hat. Inzwischen ist es mir gelungen, viele Mitstreiter zu gewinnen, die diesen Tag mit besonderen Aktivitäten in der Farbe Lila mitgestalten. Besonders freue ich mich darüber, dass der Welt-Pankreas­krebstag, der immer am dritten Donnerstag im November begangen wird, innerhalb Deutschlands inzwischen zu einer festen Größe geworden ist."

Teilnehmende Länder sensibilisieren

Australien - Belgien - Brasilien - Dänemark - Deutschland - Frankreich - Gibraltar - Griechenland - Großbritannien - Irland - Israel - Italien - Japan - Kanada - Kenia - Mexiko - Neuseeland - Niederlande - Norwegen - Österreich - Polen - Portugal - Slowakei - Slowenien - Süd Afrika - Süd Korea - Schweden - Schweiz - Spanien - Tschechien - Trinidad und Tobago - Ungarn - USA -  Zypern
(2020)